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		<title>Nachhaltige Stromtarife: Undurchsichtige Suche im Netz</title>
		<link>https://green-future-now.de/undurchsichtig-nachhaltige-stromtarife-suche-im-netz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kristian Heckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Nov 2021 16:48:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unser Ökostrom-Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Geschäft der Vergleichsportale Wer grünen Strom nutzen will, dem wird es – zumindest in der Theorie – ziemlich leicht gemacht. Vergleichsportale im Internet gibt es reichlich. Man ruft sie auf, wählt bei der Anbietersuche Optionen wie „Alle Ökotarife anzeigen“ aus und startet die Suche nach nachhaltigen Stromtarifen. Schon erhält man eine Aufstellung mehrerer Anbieter, ... <a title="Nachhaltige Stromtarife: Undurchsichtige Suche im Netz" class="read-more" href="https://green-future-now.de/undurchsichtig-nachhaltige-stromtarife-suche-im-netz/" aria-label="Mehr Informationen über Nachhaltige Stromtarife: Undurchsichtige Suche im Netz">Weiterlesen</a></p>
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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://green-future-now.de/wp-content/uploads/2021/11/undurchsichtig-Oekostromsuche1-1024x930.png" alt="" class="wp-image-400" width="208" height="189" srcset="https://green-future-now.de/wp-content/uploads/2021/11/undurchsichtig-Oekostromsuche1-1024x930.png 1024w, https://green-future-now.de/wp-content/uploads/2021/11/undurchsichtig-Oekostromsuche1-300x272.png 300w, https://green-future-now.de/wp-content/uploads/2021/11/undurchsichtig-Oekostromsuche1-768x698.png 768w, https://green-future-now.de/wp-content/uploads/2021/11/undurchsichtig-Oekostromsuche1.png 1417w" sizes="(max-width: 208px) 100vw, 208px" /></figure></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Das Geschäft der Vergleichsportale</strong></h3>



<p>Wer grünen Strom nutzen will, dem wird es – zumindest in der Theorie – ziemlich leicht gemacht. Vergleichsportale im Internet gibt es reichlich. Man ruft sie auf, wählt bei der Anbietersuche Optionen wie „Alle Ökotarife anzeigen“ aus und startet die Suche nach nachhaltigen Stromtarifen. Schon erhält man eine Aufstellung mehrerer Anbieter, die sich zugleich dann nach Kriterien wie Preis oder Kundenbewertungen sortieren lassen. Nach der Wahl des passenden Ökostromanbieters führen viele Vergleichsportale anschließend ihre Nutzer durch die Wechselmodalitäten.</p>



<p>So könnte man ganz schnell einen Stromanbieter für das gute Gewissen finden. Doch stutzig werden viele Portalnutzer, wenn ganz oben auf den Listen nach einer Suche mit Begriffen wie „Nachhaltige Stromtarife“ Anbieter wie Vattenfall oder Eon mit ihren Ökostromtarifen genannt werden. Denn dass nicht unbedingt nachhaltiger Ökostrom überall darin steckt, wo dieses Label im Marketing genutzt wird, wissen mittlerweile viele Verbraucher. <a href="https://green-future-now.de/?p=390" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das kann einen bei einer ernsthaften Suche schnell in die Verzweiflung treiben.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Online-Phänomen Intransparenz</strong></h3>



<p>Manche Internetnutzer kennen ähnliche Phänomene von Suchmaschinenrecherchen oder dem Einkauf über große e-Commerce-Seiten. Über und oft auch neben den Ergebnissen, nach denen man eigentlich gesucht hat, locken Werbeeinblendungen, die häufig nicht so einfach als solche zu erkennen sind: Farblich leicht anders gekennzeichnete Links auf Produktwerbeseiten, etwa Produkttipps einer Eigenmarke eines großen Handelsportals. Häufig auch speziell hervorgehobene Stromtarife, die nicht genau zu dem passen, was man eigentlich gesucht hat.</p>



<p>Bei den Stromvergleichsportalen wird da beispielsweise gerne ein nicht besonders grüner Stromtarif von Vattenfall als Vergleichstarif über den eigentlichen Suchergebnissen eingeblendet – oft attraktiv farblich hinterlegt.&nbsp;Über dem günstigsten Tarif stehen etwa bei Verivox, Preisvergleich und Check24 die sogenannten „Null-Platzierungen“.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Oben steht nicht immer der beste Tarif</strong></h3>



<p>Ist so ein Stromtarif nachhaltig? Vermutlich nicht. Dafür ist klar: Diese Tarife sind oft von den Vergleichsportalen beworben und teurer als der eigentlich Erstplatzierte. Wenn es um das Thema nachhaltigen Ökostrom geht, ist der oben platzierte Tarif möglicherweise sogar günstiger als der erste angezeigte Tarif aus dem Vergleichsberechnung. Aber der Strommix beispielsweise ist so gestrickt, dass ein Kriterium wie „garantiert nachhaltig“ oder „fossilfrei erzeugt“ bei dem attraktiv eingeblendeten Tarif nicht erfüllt wird.</p>



<p>Dass Vergleichsportale den Recherchierenden bei der Suche nach nachhaltigem Ökostrom einiges abverlangen, ist kein Zufall, sondern gehört zu den Geschäftslogik vieler Vergleichsportalbetreiber.</p>



<p><a href="https://www.test.de/Vergleichsportale-fuer-Strom-und-Gas-Auch-bei-steigenden-Preisen-den-Durchblick-behalten-4505887-0/"><u>Im November 2021 hat die Stiftung Warentest 46 Vergleichsportale für Strom- und Gastarife genauer angesehen.</u></a> Es wurde geprüft, wie verbraucherfreundlich Vergleichsrechner sind. Bieten sie alle wichtigen Suchfilter? Stellen sie ihre Ergebnisse transparent genug dar?&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Vergleichsportale: Bestenfalls befriedigend</strong></h3>



<p>Acht Portale kamen in den Test, die Ergebnisse waren ernüchternd. Das beste Qualitätsurteil war ein ­Befriedigend für Verivox und Check24. Die anderen Portale schnitten noch schlechter ab. „Es mangelt vor allem an wichtigen Tarifinformationen und Transparenz“, lautet das Fazit der Tester.</p>



<p>Ein Grund: Die meisten Vergleichsportale wie&nbsp;<a href="https://www.stern.de/gutscheine/check24/"><u>Check24</u></a>&nbsp;oder Verivox rechnen Neukunden-, Wechsel- oder Sofortboni in der Regel standardmäßig in ihr Preisranking mit ein. Ob sich ein Wechsel langfristig lohnt, ist so nicht zu ermitteln. Wer wissen will, wie sich der Preisvergleich ohne Boni ab dem zweiten Vertragsjahr darstellt, der muss erst die voreingestellten Suchfilter bearbeiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eigene Recherche bei der Suche nach nachhaltigen Stromtarifen ist gefragt</strong></h3>



<p>Wer also wirklich grünen Ökostrom sucht, muss die angezeigten Ergebnisse aus den Vergleichsportalen sorgfältig unter die Lupe nehmen.</p>



<p>Zwar vergleichen die Portale die Angebote der Versorger in dem Sinne neutral, dass ihre Rechner nicht Tarife unterschiedlich berechnen. Warum aber präsentieren die Vergleichsportale nicht auch die Ergebnisse ohne künstliche Gewichtung und irreführende Einblendungen?</p>



<p>Natürlich geht es hier um’s Geld. Die meisten Vergleichsrechner erhalten pro vermittelten Vertrag eine Provision vom Energieversorger. Das ist ein gutes Geschäft: <a href="https://www.deutschlandfunk.de/verivox-steht-in-der-kritik-100.html"><u>Der Bund der Energieverbraucher ging in der Vergangenheit davon aus, dass diese Provision 40 bis 100 Euro pro Vertrag beträgt</u></a>. Zusammen mit den Einnahmen aus anderen Vergleichsrechnern kommt da einiges zusammen: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Verivox#cite_note-JA-3"><u>2017 verbuchte Verivox beispielsweise 131,8 Millionen Euro Jahresumsatz.</u></a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Provision schlägt Verbraucherinformation</strong></h3>



<p>Diese Provisionen sind eine wichtige Einnahmequelle für die meisten Vergleichsportale. „Deshalb erscheinen nach Eingabe von Postleitzahl und Verbrauch bei fast allen Portalen zunächst nur Angebote, bei deren Vermittlung eine Provision fließt“, schreibt die Stiftung Warentest. Die Frage ist dagegen für die Anbieter nicht: „Bietet dieser Anbieter einen nachhaltigen Stromtarif?“</p>



<p>Zudem listet nicht jedes Vergleichsportal vollständig alle möglichen Anbieter auf. Oft ist dafür der Grund, dass mit einem Anbieter keine Provisionsvereinbarung abgeschlossen wurde. <a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/strom-und-gas-vergleichsportale-sind-laut-stiftung-warentest-hoechstens-befriedigend-a-2f0bf4ea-5f0c-4e55-a5c2-0ea637d4f2fc"><u>Mitunter ist die Auswahl sogar so eingeschränkt, dass die Verbraucherzentralen gegen bestimmte Vergleichsmodelle erfolgreich klagen.</u></a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kein neues Thema</strong></h3>



<p>Neu ist das Thema nicht. <a href="https://www.wn.de/service/verbrauchertipps/studie-strom-vergleichsportale-im-test-1952526"><u>Schon 2013 berichtete beispielsweise die Westfälischen Nachrichten bei der Vorstellung von Studienergebnissen des Deutschen Instituts für Service-Qualität </u></a>über „die Schwächen vieler Anbieter besonders im Bereich Sicherheit und Transparenz. Um im Ergebnis auch wirklich die günstigsten Tarife angezeigt zu bekommen, mussten viele Nutzer ihre Suchergebnisse und Filteroptionen eigenverantwortlich einschränken. Tat man dies nicht, wurden zum Teil kundenunfreundliche Tarife aufgelistet, die beispielsweise mit einem Angebot per Vorauskasse werben.“</p>



<p>Zwar haben viele Vergleichsportale sich in mancher Hinsicht weiterentwickelt und agieren Verbraucher-freundlicher als in der Vergangenheit. <a href="https://www.stern.de/wirtschaft/geld/stromkosten-sparen-fuer-faulpelze---automatisch-immer-den-guenstigsten-tarif-8628078.html"><u>Einige schützen beispielsweise anders als in der Vergangenheit Portalbesucher vor unseriösen Anbietern, indem sie beispielsweise insolvente Versorger von vorneherein aussortieren.</u></a></p>



<p>Ob man das Gros der Vergleichsportale als unbestechliche, neutrale Mittler betrachten sollte, die immer das Interesse der Nutzer vor die Möglichkeit stellen, vielleicht doch eine Provision zu verdienen, ist allerdings nach wie vor fraglich.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Ökostrom-Tarifsuche bleibt aufwendig</strong></h3>



<p>Wer einen nachhaltigen Ökostrom-Tarif sucht, sollte also auf jeden Fall mehr als ein Vergleichsportal zu Rate ziehen. Auch dann kann es allerdings passieren, dass die Ergebnisse komplett identisch sind. Die Branchenriesen Verivox und Check24 haben ihre Rechner auch in vielen Partnerseiten eingebaut, bei denen nicht immer sofort zu erkennen ist, welcher Rechner die Vergleichsseite antreibt.</p>



<p><a href="https://www.finanztip.de/stromvergleich/"><u>Bei der Webseite Finanztip ist mit einem Texthinweis unter dem Stromrechner auf der Seite vorbildlich transparent gekennzeichnet, dass Check24 und Verivox hier die Daten liefern.</u></a></p>



<p>Auf anderen Vergleichsseiten sind diese Hinweise sehr viel schwieriger zu erkennen. Tauchen auffällig gleiche Ergebnisse bei unterschiedlichen Recherchen auf, ist dies häufig der Grund dafür. Dann hilft es nur, zu einem weiteren Vergleichsportal, dem ein anderer Rechner zugrunde liegt, weiter zu surfen.</p>



<p>Eine Alternative dazu ist es, Tarifsuchen zu nutzen, die garantiert nur wirklich grüne Tarife in die Vergleiche einbeziehen und nicht gewinnorientiert arbeiten.&nbsp; Ein Beispiel dafür ist der gemeinnützige Ökostrom-Finder <a href="https://wirklich-gruen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wirklich-gruen.de</a>. Hier findet man keine irreführenden Ergebnisse, wenn die Suchkriterien „Nachhaltig Stromtarif&#8220; lauten.</p>
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		<title>Nachhaltigen Ökostrom, verzweifelt gesucht &#8211; ein Erlebnisbericht</title>
		<link>https://green-future-now.de/erlebnisbericht-nachhaltigen-oekostrom-verzweifelt-gesucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kristian Heckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2021 16:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unser Ökostrom-Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das ist ja einfach Ok, es ist soweit – der Einzug ist soweit durch, die Kartons sind ausgepackt und die meisten Dinge haben wieder einen festen Platz gefunden. Genau die richtige Zeit, um mal mit meinem Mitbewohner nach einem Stromanbieter zu schauen.&#160;Nachhaltigen Ökostrom &#8211; den zu finden sollte nicht allzu schwer sein.&#160;Die Grundversorgung ist einfach ... <a title="Nachhaltigen Ökostrom, verzweifelt gesucht &#8211; ein Erlebnisbericht" class="read-more" href="https://green-future-now.de/erlebnisbericht-nachhaltigen-oekostrom-verzweifelt-gesucht/" aria-label="Mehr Informationen über Nachhaltigen Ökostrom, verzweifelt gesucht &#8211; ein Erlebnisbericht">Weiterlesen</a></p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Das ist ja einfach</strong></h3>



<p>Ok, es ist soweit – der Einzug ist soweit durch, die Kartons sind ausgepackt und die meisten Dinge haben wieder einen festen Platz gefunden. Genau die richtige Zeit, um mal mit meinem Mitbewohner nach einem Stromanbieter zu schauen.&nbsp;Nachhaltigen Ökostrom &#8211; den zu finden sollte nicht allzu schwer sein.&nbsp;Die Grundversorgung ist einfach viel zu teuer, um damit lange zu warten. Und in Zeiten der Klimakrise sollte der Strom schon Öko sein, auch wenn mein Wohnungsgenosse lieber einen Anbieter mit nettem fetten Bonus hätte.<br>&nbsp;&nbsp;<br>Internet an, Suchmaschine mit <em>Ökostrom finden</em> füttern und zack: oben steht Verivox. Ein Klick, drei Daten und das Angebot ist da. Ganz oben steht E.ON &#8211; aber ich zögere &#8211; das waren doch die, die zu RWE und deren Kohlegruben gehören. Na, so weit her kann das mit dem Öko nicht sein, wenn die hier ganz oben stehen. Ahja, eine Einstellung erlaubt zwischen „Öko“ und „nachhaltig“ zu unterscheiden.<br>&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Okay, da gibt es also einen Unterschied zwischen Öko und nachhaltig?</strong></h3>



<p>Ich bin etwas unsicherer geworden. Und auch mit dieser Einstellung ist E.ON ganz oben? <a href="https://green-future-now.de/?p=393" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warum eigentlich?</a> Ich sehe schon, dass wird nicht mal eben in ein paar Minuten fertig und Verivox fällt demnach bei der Suche nach grünen Stromanbietern raus.<br><br>Na, dann such ich nochmal, aber diesmal nach <em>„nachhaltigen Ökostrom“</em>, den Unterschied habe ich ja gerade gelernt. Ich lese mich durch einige Seiten <a href="https://utopia.de/bestenlisten/die-besten-oekostrom-anbieter/">Berichte</a> und lerne, dass viele Anbieter den Ökostrom mit den Gewinnen aus dem Kohlestrom billiger als die Konkurrenz anbieten können. Aber ich will ja nicht Unternehmen mit meinem Geld bezahlen, die noch Kohle verbrennen und den Klimawandel vorantreiben. Ich will nicht grüngewaschenen Ökostrom, nachhaltig soll er sein. Außerdem würde ich durch meine Wahl für die Anbieter reiner erneuerbarer Energie den Markt weiter erschweren. Unter dem Bericht sind dann doch ein paar nachhaltige Stromanbieter empfohlen und ich fange an zu vergleichen: Es artet in eine wilde Klickerei und unzählige Screenshots aus, da ein direkter Vergleich auf keiner Seite möglich ist. Mein Mitbewohner verabschiedet sich entnervt und ich bin ein wenig verzweifelt. „Deutschland, grüner Vorreiter in der Welt“ heißt es, aber Ökostrom gibt´s fast nur von Erzeugern mit Kohlestrom im Konzern. Ökostrom, nachhaltig produziert? Das scheint Mangelware zu sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was muss ich eingeben, damit ich wirklich grünen, also nachhaltigen Ökostrom finde?!?</strong></h3>



<p>Also letzter Versuch: <em>wirklich grüner Ökostrom </em>geht in die Suchzeile und da ist was – <a href="https://wirklich-gruen.de/tarifvergleich?energy=power&amp;consumption=1000&amp;zipCode=24589&amp;city=Sch%C3%BClp">wirklich-grün.de</a>.<br>Yay, eine Seite, auf der die Stromanbieter direkt vergleichbar sind, alle sind nachhaltig, bauen die erneuerbaren Energien aus, haben keine Verbindung zu den Kohle- und Atomstromkonzernen.<br>Aber ist das wirklich alles so Öko, wie die sagen? Geprüft wird von Robin Wood, einer Umweltschutz-organisation die seit 1982 aktiv ist und sich für eine Beschleunigung der Energiewende einsetzt. Den Ökostromreport erstellen sie alle paar Jahre und da ich in renommierten Zeitungen&nbsp; (<a href="https://taz.de/!5662003/">TAZ</a>, <a href="https://www.stern.de/panorama/wissen/nachhaltigkeit--was-jeder-einzelne-fuer-das-klima-tun-kann-9426434.html">Stern</a>) keine negativen Schlagzeilen zu Robin Wood finden kann, haben sie bei mir schon mehr Vertrauen gewonnen als Verivox mit der Top-Platzierung von Kohlekonzernen beim nachhaltigen Ökostrom.<br><br><strong>Meine Güte, jetzt sitze ich hier schon fast drei Stunden, dabei wollte ich mir eigentlich nur schnell einen Stromanbieter aussuchen! </strong>Für heute ist erst mal Feierabend. Vor dem Einschlafen schwirren mir die vielen Infos noch im Kopf herum und ich beschließe, einen Freund zu fragen, wie der das geregelt hat. Daraus ergibt sich, dass für ihn alles sehr einfach war: Ökostrom anklicken, billigstes Angebot nehmen und fertig. „Und wie Öko ist dein Anbieter wirklich?“ frage ich und merke, dass das eine unbequeme Frage ist und für ihn gereicht hat, dass Öko im Namen vorkommt. Ich erzähle von meiner kurzen Recherche und werde von ihm recht schnell unterbrochen. „Nee, ich habe jetzt gewählt und das soll auch erst mal gut sein so!“ Ob das Thema als unbequem erscheint, weil doch schnell klar wird, dass man einem Werbeversprechen auf den Leim gegangen ist und das beruhigte Gewissen lieber nicht wieder geweckt werden soll? Auf die Gefahr hin anzuecken stelle ich diese Frage und bekomme zur Antwort: „Jo, da hast Du mich erwischt.“</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Tarif ist doch Öko </strong></h3>



<p>Hmm, mir hat das jetzt nicht wirklich weitergeholfen und als ich nach Hause komme, hat mein Mitbewohner schon einen Stromtarif ausgesucht, bei dem noch ein Fernseher mit angeboten wird. Seiner ist ihm zu klein und das wäre doch eine tolle Gelegenheit &#8211; <strong>und der Tarif ist doch Öko.</strong><br>Ich verzweifle weiter und verweise wieder auf den Klimawandel und wie groß der Einfluss ist, den wir mit unserer Energieerzeugung dabei haben. Er hält mich für fanatisch, die Klimakrise für hochgekochte Hysterie und wenn mir das so wichtig sei, könne ich wohl den Stromanbieter aussuchen, aber ich sollte ihm dann auch den Fernseher bezahlen &#8211; aber das geht natürlich nicht.<br>Ich gebe nach und wir nehmen den Ökostrom eines Kohlekonzerns, der mit dem Konsumbonus die Entscheidung zu Gunsten der Klimakrise beeinflusst hat. Ich tröste mich damit, dass ich zumindest Einiges gelernt habe und ich damit beim nächsten Umzug auf jeden Fall die richtige Entscheidung treffen kann.<br>&nbsp;&nbsp;<br>PS: Nach weiteren fünf Monaten bin ich tatsächlich wieder umgezogen und habe jetzt Strom von einem der empfohlenen Anbieter.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://green-future-now.de/erlebnisbericht-nachhaltigen-oekostrom-verzweifelt-gesucht/">Nachhaltigen Ökostrom, verzweifelt gesucht &#8211; ein Erlebnisbericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://green-future-now.de">green future NOW</a>.</p>
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		<title>Energiewende auf Trab bringen &#8211; Präsenz-Open-Space</title>
		<link>https://green-future-now.de/energiewende-auf-trab-bringen-praesenz-open-space/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kristian Heckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2021 10:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Unser Ökostrom-Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>9. Okt. &#8217;21 11:00 (CET) Veranstaltungsort in 22767 Hamburg, Nobistor 10 • Nobistor 10, Hamburg, 22767, Deutschland Die „Energiewende von oben“ steht seit Jahren auf der Bremse, das nervt.Du denkst Dir: „Da muss doch was zu machen sein!“ Das denken wir auch.Du denkst Dir vielleicht sogar: „Da kann ich was machen!“Dann bist Du genau der ... <a title="Energiewende auf Trab bringen &#8211; Präsenz-Open-Space" class="read-more" href="https://green-future-now.de/energiewende-auf-trab-bringen-praesenz-open-space/" aria-label="Mehr Informationen über Energiewende auf Trab bringen &#8211; Präsenz-Open-Space">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>9. Okt. &#8217;21 11:00 (CET)</strong> Veranstaltungsort <strong>in 22767 Hamburg, Nobistor 10</strong> • Nobistor 10, Hamburg, 22767, Deutschland</p>



<p>Die „Energiewende von oben“ steht seit Jahren auf der Bremse, das nervt.<br>Du denkst Dir: „Da muss doch was zu machen sein!“ Das denken wir auch.<br>Du denkst Dir vielleicht sogar: „Da kann ich was machen!“<br>Dann bist Du genau der Mensch, den wir suchen. Denn auch wir denken, dass da eine coole Aktion auf uns wartet, in Gang gebracht zu werden.</p>



<p>„Was für ne Aktion?“, fragst Du?</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Na, Spaß sollte sie machen, vielleicht als eine Art Spiel?</li><li>Ein sichtbares Zeichen sollte sie setzen, so etwas krasses wie:<br>50% aller Haushalte sollten wirklich grünen Ökostrom beziehen!</li><li>Alle sollen mitmachen können, also Du und ich, aber auch Oma und Opa und unsere Nachbarn und natürlich auch Menschen, die kein deutsch können</li><li>Und es sollte auch klar sein, wie viel die Aktion dann genau gebracht hat, logisch</li></ul>



<p>Hey, Du hast bei den Punkten zugestimmt? Voll phat, dann komm doch gerne am 9.10. ab 11.00 bis 16.00 Uhr zu unserem Präsenz-Open-Space in 22767 Hamburg, Nobistor 10 (Phat Consulting), um die “Energiewende von unten” zu planen. Wir treffen uns da einen ganzen Tag und tragen alle Ideen zusammen, die so eine Aktion zum Fliegen bringen. Melde Dich in unserer Telegramgruppe (<a href="https://fffutu.re/wendevonunten">https://fffutu.re/wendevonunten</a>) oder bei <a href="mailto:buendnis@wirklich-gruen.de">buendnis@wirklich-gruen.de</a> und sende uns entweder Deine Ideen oder, ob du an dem Samstag zum Open Space kommst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://green-future-now.de/energiewende-auf-trab-bringen-praesenz-open-space/">Energiewende auf Trab bringen &#8211; Präsenz-Open-Space</a> erschien zuerst auf <a href="https://green-future-now.de">green future NOW</a>.</p>
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